Freitag, 28. Februar 2014

[Rezension] Lunar Chroniken 02: Wie Blut so rot

Titel: Wie Blut so rot

Originaltitel: Scarlet
Autorin: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
ISBN: 3551582874

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Es war einmal ein junges Mädchen namens Scarlet. Sie lebte bei ihrer Großmutter auf einem Bauernhof, aber eines Tages verschwand die alte Frau. Gemeinsam mit den attraktiven, aber mindestens genauso bedrohlichen aussehenden Straßenkämpfer Wolf macht sich Scarlet zu den anderen "Wölfen" auf, die ihre Großmutter anscheinend festhalten. Aber kann sie Wolf wirklich trauen?
Währendessen sind Cinder und ihr neuer Verbündeter Kapitän Thorne auf der Flucht. Cinders Suche nach Antworten nach ihrer Herkunft führt sie aber ausgerechnet zu dem Hof von Scarlets Großmutter.


Nach "Wie Monde so silbern" musste schnell der zweite Band her. Zwar hatte ich ein klein bisschen was zu meckern bei Cinders Geschichte, aber die unverbrauchte Idee gefiel mir dennoch so gut, dass ich schnellstmöglichst Band 2 haben wollte. Ich war so neugierig auf Scarlet und Wolf, besonders nachdem ich die Kurzgeschichte "Die Armee der Königin" gelesen habe, in der es um Wolfs Rudel geht.

Zu der Idee der Autorin muss ich nach der Rezension von Band 1 nicht mehr viel sagen, oder? Dieses mal sind wir aber nicht in Asien, sondern in Europa, genauer gesagt in Frankreich. Obwohl es hier auch Fälle der blauen Pest gibt, ist sie nicht so allgegenwärtig wie in Cinders Story.

Und jetzt zu den Charakteren! Es gibt 3 neue Charaktere, die ich absolut lieb gewonnen habe.
Als erstes wäre da einmal Thorne. Bei ihrer Flucht landet Cinder wortwörtlich in seiner Zelle. Er ist ein Kleinkrimineller und ein Frauenheld aus Amerika. Thorne ist wahnsinnig eingebildet und auch ein bisschen arrogant. Er hat sogar eine nackte Frau auf sein gestohlenes Raumschiff gepinselt!
Er lockert mit seiner witzig, lockeren Art die teils sehr traurige Geschichte auf. Die Streiterein zwischen Cinder und ihm sind echt zum Totlachen ;)
Mit Scarlet kam ich auch besser klar, als wie mit Cinder. Sie ist sturköpfig und starsinnig, aber sie gibt das auch offen zu und ist wirklich ein taffes Mädchen. Sie liebt ihre Großmutter über alles und was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass sie Wolfs Motive dauernd hinterfragt und ihn auch mal die Pistole hinhält. Dieses Rotkäpchen hat es einfach drauf!
Auch Wolf hat es mir angetan. Er ist Straßenkämpfer, aber schon bei der ersten Begegnung mit ihm, merkt man, dass er auch einen weichen Kern hat. Da er viele Sachen von der Erde nicht kennt ist er auch manchmal wie ein kleiner Junge und ist fasziniert von so alltäglichen Dingen wie Tomaten.

Dieses Mal gibt es auch eine bessere Liebesgeschichte als wie bei Cinder und Kai. Zwischen den beiden stimmt es einfach und die kleinen Liebesszenen lösen tatsächlich ein wohliges Kribbeln aus.
Natürlich mangelt es auch nicht an Action. Beide "Pärchen" erleben bei ihrer Reise so einiges. Cinder findet mehr über sie heraus und Scarlet lernt Levannas Soldaten kennen.


Ich finde das Cover wieder einmal super. Den Wolf assoziiert man schließlich mit dem Märchen "Rotkäppchen".
                                                       

Auch wenn euch Band 1 nicht so gefallen hat, gebt Band 2 eine Chance. "Wie Blut so rot" hat mir um einiges besser gefallen, als die Geschichte über den Cyborg und den Prinzen.


Ich habe eigentlich gar nichts am Buch auszusetzen, darum gibt es 5 goldene Herzen.
Ich freue mich schon wahnsinnig auf Cress!



Band 1: Wie Monde so silbern
Band 3: Wie Sterne so golden
erscheint im Herbst

 Kurzgeschichten:
0.5: Das mechanische Mädchen
1.5: Die Armee der Königin


 Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 22. Februar 2014

[Rezension] Lunar Chroniken 01: Wie Monde so silbern

Titel: Wie Monde so silbern

Originaltitel: Cinder
Autorin: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen
ISBN: 3551582866

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Es war einmal ein junges Cyborg-Mädchen namens Cinder, welches auf dem Marktplatz ihre Dienste als Mechanikerin anbieten musste, um Geld für ihre böse Stiefmutter und ihre zwei Stiefschwestern zu verdienen.
Eines Tages kam der Prinz des asiatischen Staatenbundes, Prinz Kai, zu ihr, damit sie einen seiner Androiden reparieren konnte. Nur ein bisschen später bricht dort auch die blaue Pest auf, die bald darauf den Tod eines geliebten Menschen fordert.
Cinder wird immer mehr hineingezogen in den Konflikt zwischen der Erde und den Lunariern. Sie weiß nicht, wie wichtig sie ist.
Wird Cinder ihr Happy-End bekommen?



Nachdem sehr viele Blogger Rezensionen über dieses Buch gepostet haben, musste ich es auch einfach lesen. Zu meiner Freude hatte ich bei einem Gewinnspiel viel Glück und konnte mir bald darauf selbst eine Meinung bilden.

"Wie Monde so silbern" wird seinem Hype ziemlich gerecht. Die ganze Idee über die Welt nach dem vierten Weltkrieg, den Androiden und Cyborgs, die blaue Pest, den Lunarieren und so weiter hat einen ganz eigenen Charme. Da ich nie Sci-Fi lese, fand ich das als Abwechslung mal ganz nett. Als Dystopie empfand ich das Buch nur ein bisschen. Die Sci-Fi-Elemente und politische Außeinandersetzungen haben ganz klar den größten Teil eingenommen. Und stellt euch das ja nicht langweilig vor ;) Frau Meyer hatte da ganz tolle Ideen!
Zum Beispiel sind Cyborgs "niedere Menschen". Viele haben Organe oder Gliedmaßen ausgetauscht, um zu überleben. Da sie sonst sowieso gestorben wären, wird an ihnen sogar nach einem Gegenmittel der blauen Pest gesucht.
Nicht weniger interessant sind die Lunarier. Ein Volk, das auf dem Mond lebt, und dadurch übernatürliche Fäigkeiten entwickelt hat. Ihre Königin Levanna (die böse Königin) hat ihre eigene Familie ermorden lassen, dass sie niemand vom Thron stürzen kann. Sie benutzt ihre Magie um schön und jung zu wirken. Außerde will sie Prinz Kai heiraten. Natürlich nicht aus Liebe ...
"Cinder" lässt einen ja an "Cinderella" denken. Man darf aber nicht vergessen, dass es nur sehr schwammig etwas mit dem Märchen zu tun hat: Cinder ist das arme Mädchen, dass für ihre Stiefmutter arbeiten muss. Es gibt auch einen Ball, aber dort verliert Cinder mehr als einen Schuh. Und ich denke, dass Prinz Kai im nächsten Band nach der Besitzerin des Beins suchen wird ;)
Positiv möchte ich auch noch die Wendungen im Buch anmerken, mit ein paar Sachen hätt eich nämlich nicht gerechnet. Ich sage nur, blaue pest und viele Tränen.


Noch kurz etwas zu den wichtigsten Charakteren. Cinder gefiel mir sehr gut, obwohl ich jetzt nicht sagen will, dass ich einen guten Draht zu ihr hatte. Ich hatte sehr wohl mit dem Cyborg-Mädchen Mitleid und fand es toll, wie sie sich gegen Levanna stellt, aber irgendetwas hat mir gefehlt. Auch Prinz Kai war mir ein bisschen zu blaß. Ihre Liebesgeschichte zu sanft. Mir hat das Feuer der Leidenschaft und so gefehlt, das Kribbeln, das "Hach"-Geseufze.
Dafür fand ich Cinders Androiden Freundin Iko ganz toll :)



Obwohl sich einige über die deutschen Cover aufgeregt haben, muss ich sagen, dass ich sie schon ganz toll finde. Nur beim dritten Cover finde ich die goldenen Zöpfe nicht so prickelnd ... Der wiederholende silberne Schuh erinnert einen an Aschenputtel, während ich mir beim ersten Anblick des englischen Covers Fragen musste, warum der Fuß so komisch aussieht (ich wusste damals noch nicht, dass Cinder ein Cyborg ist).

                                                       
Ich möchte hier mal keine Bücher empfehlen. Wenn ihr neugierig auf den Inhalt seid, kauft euch das Buch ;)



Da ich nicht ganz warm mit Cinder geworden bin und mir die Liebesgeschichte etwas gefehlt hat, vergebe ich 4 von 5 Herzen. Nächste Woche zieht der zweite Band bei mir ein und der ist vielleicht ein heißer Anwärter auf ganze 5 Herzen ;)



Band 2: Wie Blut so rot
Band 3: Wie Sterne so golden
erscheint im Herbst


 Kurzgeschichten:
0.5: Das mechanische Mädchen
1.5: Die Armee der Königin

Donnerstag, 20. Februar 2014

[Rezension] Goddess Test 03: Der Preis der Ewigkeit

Titel: Der Preis der Ewigkeit

Originaltitel: The Goddess Inheritance
Autorin: Aimeé Carter
Verlag: Darkiss (MIRA)
ISBN: 3862788695

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Neun Monate verbrachte Kate in der Gefangenschaft von Kronos und der bösen Göttin Calliope (Hera). Nach der Geburt ihres Sohnes Milo, der Sohn des Gotts der Unterwelt Henry (Hades), gelingt ihr die Flucht. Doch kaum in Sicherheit muss sie erfahren, dass Kronos den Göttern den Krieg erklärt hat. Nur Kate kann das drohende Unheil noch abwenden, aber dafür müsste sie alles opfern. Auch ihren geliebten Henry ...


Die Reihe hatte mit dem ersten Band damals so gut angefangen, aber leider kommen der zweite und der dritte Teil einfach nicht mehr an das Buch ran. Zugegeben, zu viel Mythologie durfte man sich nie erwarten, aber im ersten Band war die Idee so neu und unverbraucht. Leider gefällt mir diese Unverbrauchtheit hier nicht mehr so richtig ...

Schon als das Buch anfängt, dachte ich, dass es gleich enden wird. Auf den ersten Seiten passiert so viel, dass es gut als Ende funktioniert hätte. Ich musste mich gleich fragen, was noch passieren würde, wenn der Anfang schon so actiongeladen ist. Zugegeben, der Plot war ja noch ziemlich interessant, aber die Charaktere ...

Ava, die ja die Göttin der Liebe ist, ist einfach so ... Ich verstehe immer noch nicht, warum sie sich wie ein Teenie aufführt und dann so leicht das heulen anfängt. Im ersten Teil dachte ich immer, dass sie das spielt, dass sie weise ist, aber nein, sie erinnert mich an eine pubertierende Highschool-Zicke, die ihre Taten nun fürchterlich bereut.
Kate. Mit Kate kam ich ein bisschen besser zurecht, da sie jetzt endlich ihre Kämpfernatur zeigt und um ihr Glück, ihren Sohn und ihren Geliebten kämpft. Jedoch konnte ich einfach nicht mit ihr mitfühlen. Besonders wenn sie und Henry sich dann schwülstig die Liebe schwören.
Henry war mein Lieblingscharakter in den Büchern, aber in diesem Buch nervt sogar er mich. Ich fand es toll, dass er endlich über Persephone wegkommt, aber dieses "Ich liebe dich so sehr" und "Ich will dich beschützen, weil du alles für mich bist" ging mir so auf den Keks. Da war er mir viel lieber, als er noch wortkarg war und Abstand hielt.

Rükblickend hat mich das Ende an twilight erinnert. Nicht nur wegen der letzten Szene, sondern auch wegen des Kampfes. Na gut, hier sterben mehr Charaktere, aber der Krieg endet so abrupt ...


Das Cover ist so schön! Es passt einfach neben den anderen zwei Bänden in das Regal. Außerdem hat das Covermodel Ähnlichkeit mit Kate, das darf man nicht vergessen.
                                                       



Leider kann ich den letzten Teil der Reihe gerade einmal 3 Herzen vergeben: Die Dialoge wiederholen sich und es wird zu viel gedacht und geplant, anstatt zu handeln.









Kurzgeschichten:
Hades und das zwölfte Mädchen
Die vollkommene Kämpferin


 Vielen Dank an Mira Taschenbuch und BloggdeinBuch für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 19. Februar 2014

[Rezension] Level 6 - Unsterbliche Liebe

Titel: Level 6
Originaltitel:
Countdown
Autorin: Michelle Rowen
Verlag: Darkiss (MIRA)
ISBN: 3862788784

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Kira hat kein leichtes Leben: Als Waisin lebt sie auf der Straße und schlägt sich deshalb als Strassendiebin durch.
Eines Tages erwacht die 16-jährige mit Handschellen gefesselt in einem dunklen Raum. Ihr "Zimmergenosse", der attraktive Rogan, entpuppt sich zudem noch als verurteilter Mörder.
Schon bald muss das unfreiwillige Paar erfahren, dass sie für das Spiel "Countdown" ausgewählt wurden. Entweder sie schaffen die 6 Level oder sie werden sterben ...


Was war das?!
Das war mein erster Gedanke, nachdem ich dieses Buch beendet habe.
NEIN! Ich fand es nicht schlecht, ganz im Gegenteil: "Level 6" ist nun mein zweites Jahreshighlight. Warum dann dieser verwirrende Gedanke? Jeder, der mich näher kennt und diesen Blog verfolgt, weiß, dass ich Dystopien eigentlich nicht so mag. Eigentlich breche ich sie zu realistischen 90% ab. "Level 6" hat dystopische Grundzüge, aber ich liebe, liebe, liebe die Geschichte der kleinen Diebin und des adretten Mörders.

Der dystopische Anteil ist gering: Nach einer Seuche, der "Plage" ist die Welt großteils ein unfreundliches Plätzchen. Zahlreiche Krankheiten greifen um sich und die Gewalt ist allgegenwärtig. Es gibt nur einen schönes Plätzchen noch, die "Kolonie", aber nicht jeder darf dort leben, arbeiten und lernen.
Dazu gibt es natürlich eine wunderschöne Liebesgeschichte und zahlreiche Aktion-Szenen. Ein bisschen Sci-Fi kommt dazu und ein bisschen etwas Übersinnliches, wobei das auf Mutation beruhrt.

Die Charaktere waren unglaublich toll ausgearbeitet: Kira, die Ich-Erzählerin und Heldin der Geschichte muss seit dem Mord an ihren Eltern und ihrer Schwester auf der Straße leben. Sie ist eine Diebin und weiß genau, wie sie ihre Schönheit einsetzten kann, um dort durchzukommen. Sie hat eine seltsame Begabung, deren genaue Ausmaße sie erst im Lauf der Geschichte benutzen lernt. Außerdem hat sie so ein freches Mundwerk ;)
Rogan, der männliche Gegenpart, ist nicht weniger interessant: Zu Beginn erfährt man als Leser gleich, dass er angeblich 9 Mädchen aufs Brutalset ermordet haben sollte. Man will unbedingt erfahren warum und ob er das überhaupt getan hat, denn obwohl er ein kleiner Bad-Boy ist, ist er trotzdem liebevoll und macht sich auch Sorgen um Kira.
Ich mochte die Chemie zwischen Kira und Rogan. Da beide nicht auf den Mund gefallen und tough sind, finde ich die Dialoge zwischen den beiden hammermäßig. Und die Liebesgeschichte entwickelt sich in einem passenden Zeitfenster. Ein bisschen schneller, aber aufgrund der Ereignisse passt das ganz gut.

"Saw" trifft auf "Die Tribute von Panem" so könnte das Rezept für "Level 6" gelautet haben.
Zu der Story will ich nicht mehr viel verraten. Die beiden müssen die sechs verschiedenen Level durchspielen und damit reiche Zuschauer unterhalten. Das gab's schon in diversen Büchern, Filmen und Serien, aber die Umsetzung der Level und die Hintergrundgeschichte, die Geheimnisse und alles andere war einfach toll durchdacht. Wie Kira war ich mir lange unsicher, wer Rogan wirklich ist. Einiges war einfach nicht vorhersehbar!


Ich finde das Cover toll - wenn man von den Typen absieht. Rogan ist ein 17-jähriger Teenager und der Kerl sieht mir viel zu erwachsen auch. Die Frau für Kira passt schon besser. Zwar trägt Kira sicherlich kein Make-Up, aber sie wird im Buch als Schönheit beschrieben.
Der Untertitel "Unsterbliche Liebe" ist auch ... naja."Unbesiegbare Liebe" hätte mir besser gefallen, denn man kann ja nicht sagen, ob ihre Liebe nach dem Buch hält ;)

Wie man aus dem Inhalt entnehmen kann, erinnert "Level 6" an "Die Tribute von Panem" und "Battle Royal". Jedoch ist es nicht so sehr Dystopie wie Panem oder so blutig wie das letzte Buch.


Obwohl die Story irgendwie nichts Neues ist, gefiel mir der Mix aus Spiel,Humor und Liebesgeschichte.
"Level 6" ist ein Highlight und erhält deshalb 5 goldene Herzen.



 Vielen Dank an Mira Taschenbuch für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 5. Februar 2014

[Rezension] Echt mieses Timing

Titel: Echt mieses Timing
Originaltitel: Devine Intervention
Autorin: Marta Brockenbrough
Verlag: Dressler (Oetinger)
ISBN: 3791527045





Heidi hört tote Menschen.
Na gut, eigentlich ist da nur eine Stimme im Kopf des 17-järhigen Mädchens: Jerome, ihr Schutzengel. Vor siebzehn Jahren war dieser noch quicklebendig - bis er bei einem Unfall einen Pfeil durch den Schädel bekam. Und dann gab es noch einen Unfall mit einer Katze, der Grund, warum Jerome momentan das Himmelreich, das Frohlocken, verwehrt bleibt. Aber es gibt zum Glück noch die Seelen-Reha, damit der Junge nicht in die Hölle muss. Er muss nur auf Heide aufpassen.
"Nur".
Jerome erledigt seine Aufgabe alles andere als gut und verstößt gegen so ziemlich jede Regel in seinem Handbuch, das er übrigens nie wirklich gelesen hat.
Was sollte denn schon so schlimmes passieren?
Tja, Pech, dass Jerome eines Tages echt mieses Timing hat und Heidi dafür bezahlt.



Eigentlich dachte ich, dass das Buch total mein Fall sein würde. Schließlich stehe ich auf abgedrehte Geschichten und schräge Charaktere. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt ...

Zum einen waren mir die Charaktere nur teils sympathisch: Jerome war ein ganz normaler Junge, vielleicht zu kindisch und echt ein bisschen "beschränkt". Er weiß, dass es um seine Seele geht, also entweder ewiges Glück oder ewige Qual in der Hölle, aber er macht seinen Job nicht gut. Er schmeißt sogar das Handbuch praktisch weg, obwohl es um sein (Nach)leben geht! Außerdem sind viele seiner Sprüche echt kindisch. Ich hätte sie mir sie ein bisschen "schlimmer" vorgestellt, also irgendwie in Richtung aufreißerisch. Wiederrum tat er mir manchmal richtig leid. Sein Leben war schwer und die eine Szene mit seinen Vater hat mir Tränen in die Augen getrieben.
Das ändert eleider nichts daran, dass er für mich wie ein 14-jähriger wirkte ...
Zu Heide konnte ich auch keine richtige Verbindung aufbauen. Jerome hat ihr ein bisschen ins Leben gepfutscht, weil er mit ihr redete. Sie hielt sich die ganze Zeit für verrückt und litt auch sehr darunter. Sie ist sehr zurückgezogen und hasst ihren großen Körper.

Die Story an sich war dann auch nicht so prickelnd. Spannend war es nicht, der Humor war eher für Jüngere und Romantik fehlte mir auch. Ich weiß, das stand nirgendwo, aber ich hätte es mir doch gewünscht.

Aber es gibt auch etwas Positives: Die Geschichte hat eine Message. Eigentlich mehrere, dass jeder Mensch mehrere Chancen verdient hat, dass man aus sich herauswachsen kann und dass man mit seinem Leben, seinen Körper und allem zufrieden sein sollte. 

Das Cover finde ich wahnisnnig toll. Ich mag das bunte Design und der Schutzengel mit dem Pfeil in der Stirn passt zu Jerome. Die Passagen aus seinem Seelen-Reha-Handbuch sind ebenfalls im Buch abgebildet und lockerten das Buch ein bisschen auf.

Für jüngere Leser (13-17) ist das buch sicherlich besser geeigent, als wie für ältere. Ich fand die Witze wie gesagt ein bisschen flach und langweilig.


Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten sollte. Das Buch hat sich schnell weggelesen und die Szene von Jeromes Beerdigung war herzergreifend, aber die Witze waren unlustig und die Charaktere nicht meins. Ich vergebe deshalb 3, 5 Sterne.





 Vielen Dank an Dressler Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und der Teilnahme an der Leserunde!

Montag, 3. Februar 2014

[Rezension] Drachenstern 01 - Verwandelt

Titel: Drachenstern - Verwandelt
Originaltitel: Jennifer Scales and the Ancient Furnace
Autoren: Mary Janice Davidson, Anthony Alongi
Verlag: Egmont INK
ISBN: 3863960114






Jennifer Scales dachte immer, dass sie ein normales Mädchen ist. Doch kurz nach ihrem 14. Geburtstag beginnt sie sich zu verändern: Beim Fußballspielen gelingen ihr unglaubliche Tricks, Insekten verhalten sich komisch und sie träumt seltsame Sachen.
Und dann passiert es: Jennifer verwandelt sich in einen Drachen! In einen Werdrachen. Einige Tage im Monat muss sie nun ihrer neuen schuppigen Gestalt verbringen.


Diese Rezension beginne ich mal damit, warm ich dieses Buch unbedingt lesen wollte: Mary-Janice Davidson hat mich vor Jahren mit ihrer Betsy-Taylor-Reihe begeistert (auch wenn die Reihe leider immer schlechter wurde), weshalb ich ihr neuestes Werk unbedingt haben musste.

Der Schreibstil ist natürlich ganz anders: Zuerst ist das Buch in der dritten Person geschrieben und ganz klar ein Jugendbuch. Die Heldin ist erst kürzlich 14 geworden.
Das ist auch schon mein erster Kritikpunkt: Das Buch ist ziemlich jugendlich und Jennifer verhält sich oft wie ein Kind oder wie ein launischer Teenager. Aber das lag wohl einfach daran, dass ich mit 19 der Zielgruppe etwas entwachsen bin. Auch die Romantik, wenn man sie Romantik nennen kann, ist ziemlich niedrig, wie man sich denkenn kann.

Das Buch ist aber nicht schlecht!
Nein, ich fand die Idee mit den Werdrachen ziemlich interessant. Sie sind keine Wandler, das heißt, dass sie dem "Sichelmond" unterlegen sind und sich zu einer bestimmten Zeit einfach verwandeln und auch eine Zeit lang in dieser Gestalt bleiben. Die Erklärung warum es solche Wandler gibt war mal eine schöne Abwechslung.

Die Handlung an sich war generell ganz gut, weniger gefallen haben mir aber die Charaktere ... Jennifer hat Sachen gesagt und getan, die ich einfach nicht gutheißen konnte. Ihr Vater und ihr Großvater sind Werdrachen, ihre Mutter nicht - beide Parteien bekamen aber ganz schön ihre Wut zu spüren. Die einen, dass sie ein Drache ist, die andere durfte sich anhören, dass sie nicht wisse, wie sie leidet. Natürlich ist das das typische pubertäre Verhalten, aber mich nervte es schon gewaltig. Vielleicht lag es wirklich am Altersunterschied, dass ich mich nicht so sehr mit Jennifer als Charakter anfreunden konnte.

Das Cover finde ich wirklich hübsch! Ich bin froh, dass man einen Drachensymbol sieht. Das typische Mädchencover von der englischen Version trifft ja nicht so sehr meinen Geschmack.


In erster Linie empfehle ich das Buch 12 - 16-jährigen Mädchen (vielleicht auch Jungs), die gerne Fantasyromane lesen. Vielleicht ist es auch wieder für ältere Leser geeignet, aber als junge Erwachsene hatte ich meine Probleme.


Für mich hätte das Buch "nur" 3 Sterne verdient, aber da ich mir sicher bin, dass es Jüngeren viel besser gefällt (und ich mich über Jennifers Alter vorher informieren hätte sollen), vergebe ich 4 Herzen.






Band 2: Drachenstern - Erleuchtet
erscheint am 3. April 2014


 Vielen Dank an den Egmont INK für das Rezensionsexemplar!